Hü & Hott
Wer kennt das nicht? Ich in meiner Rolle als Mama sage: „Hü!“, mein Mann, in seiner Rolle als Papa sagt im gleichen Atemzug: „Hott!“. Stille! Pause! Schweigen ist angesagt. Erst mal kurz Luft holen.
Verwirrte Blicke seitens der Kinder. Verunsicherte Blicke von dort unten zu uns nach oben. Von einem Elternteil zum anderen. Ja was den nun? Die armen Kinder! An wem sollen sie sich nun orientieren? An welchem Maßstab zählen denn die wichtigen Dinge? Wie sollen sie sich entscheiden? Mamagerecht oder Papagerecht – oder lieber doch den eigenen Kopf durchsetzten. Weil – wenn die beiden sich schon nicht einig sind, wer dann?
Solche Situationen sind bei uns irgendwie alltäglich. Wobei – meist treten sie
gehäuft auf. Entweder gleich dreimal am Tag, wenn nicht sogar viermal innerhalb
einer Stunde. Oder aber so gut wie überhaupt nicht. Es ist durchaus möglich,
dass wir, wenn wir ein tolles Wochenende haben oder einen tollen Tag oder
überhaupt wenn es jedem von uns so richtig reinläuft, wir auch zu zweit in das
gleiche Horn blasen. Fakt ist, es geht hier wieder mal um das Stressbarometer.
Ja, ja der Stress, was FRAU Ka. auf diesen doch alles schieben kann. Tatsächlich jedoch stimmt die Regel, ... nun ja, wenn ich mir das so genauer überlege gibt es eigentlich vier verschiedene Regel-Fälle.
Der erste Fall (und wahrscheinlich für unsere Kinder – the worst case): Wir, die Eltern, sind beide gestresst! Würde man unsere beiden Goldstücke in diesem Fall auf einen Logeplatz während eines spannendem Tennisspieles setzten, die Köpfe flögen mit wehenden Haaren von der einen Tennisplatzhälfte über das Netz zur anderen Tennisplatzhälfte.
Ja, ja der Stress, was FRAU Ka. auf diesen doch alles schieben kann. Tatsächlich jedoch stimmt die Regel, ... nun ja, wenn ich mir das so genauer überlege gibt es eigentlich vier verschiedene Regel-Fälle.
Der erste Fall (und wahrscheinlich für unsere Kinder – the worst case): Wir, die Eltern, sind beide gestresst! Würde man unsere beiden Goldstücke in diesem Fall auf einen Logeplatz während eines spannendem Tennisspieles setzten, die Köpfe flögen mit wehenden Haaren von der einen Tennisplatzhälfte über das Netz zur anderen Tennisplatzhälfte.
Unser Match: Ich, harter Aufschlag: „Hü!“, er, mein Mann,
schmettert den kleinen, runden, gelben Ball mit einer krass angeschnittenen
Vorderhand: „Hott!“ zurück, „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ... bis eines
unserer beiden Goldstücke uns das Spiel aus der Hand nimmt und den Sieg für sich
entscheidet.
Der zweite Fall: Er ist gestresst, ich bin relaxed! Er zieht durch: „Hott!“, für mich aus heiterem Himmel und schmettert seinen Ball exakt, um fünf Millimeter genau an die Linie, unerreichbar. Ich verwundert und ein bisserl zaghaft, die Kampfeslust noch nicht riechend, so einen larrifarri Ball: „Hü!“ über das Netz schlagend, der leider viel zu hoch kommt und von ihm prompt in einen Schmetterball „HOTT!“ verwandelt wird. Ich – nun nicht mehr verwundert oder gar zaghaft, ich – nun eher säuerlich! Krasser Aufschlag in die vordere Außenecke des kleinen Aufschlagfeldes: „HÜ!“. Gekonnt platziert und auch für Männer mit langen Beinen und langen Armen nicht mehr erreichbar. Das Ende des Spieles – sie ahnen es schon: „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ...
Der dritte Fall: Er ist relaxed, ich gestresst! Ohne viele Worte zu machen, auch hier landen wir bei: „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ... FRAU Ka. ist nicht unbedingt viel besser damit, ihren Stress in solch einer Situation meisterhaft zu kontrollieren. Auch hier werden unsere Goldstücke das Spiel gewinnen. Ohne sich groß anstrengen zu müssen. Die beiden Elternteile setzen sich lieber gegenseitig außer Gefecht, als eine gekonnte, gemeinschaftliche Erziehungsmethode an den Tag zu legen.
Der vierte Fall: WIR, die Eltern – sind beide total relaxed! In diesem Fall, stehen WIR, ich und mein Mann, im Doppel auf der einen Hälfte des Platzes. Unsere Kinder ganz klein in weiter Ferne hinter dem Netz ziemlich genau an der hintersten Linie auf der anderen Seite. Und egal wie sie sich sportlich drehen und wenden oder gar versuchen raffiniert einen von uns beiden auszuspielen: WIR beherrschen den Platz. WIR sind das perfekte Doppel! Gemeinsam „Hü!“, gemeinsam „Hott!“ Keine Chance für das junge Gemüse!!! Spiel, Satz und SIEG!!!
Der zweite Fall: Er ist gestresst, ich bin relaxed! Er zieht durch: „Hott!“, für mich aus heiterem Himmel und schmettert seinen Ball exakt, um fünf Millimeter genau an die Linie, unerreichbar. Ich verwundert und ein bisserl zaghaft, die Kampfeslust noch nicht riechend, so einen larrifarri Ball: „Hü!“ über das Netz schlagend, der leider viel zu hoch kommt und von ihm prompt in einen Schmetterball „HOTT!“ verwandelt wird. Ich – nun nicht mehr verwundert oder gar zaghaft, ich – nun eher säuerlich! Krasser Aufschlag in die vordere Außenecke des kleinen Aufschlagfeldes: „HÜ!“. Gekonnt platziert und auch für Männer mit langen Beinen und langen Armen nicht mehr erreichbar. Das Ende des Spieles – sie ahnen es schon: „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ...
Der dritte Fall: Er ist relaxed, ich gestresst! Ohne viele Worte zu machen, auch hier landen wir bei: „Hü!“, „Hott!“, „Hü!“, „Hott!“, ... FRAU Ka. ist nicht unbedingt viel besser damit, ihren Stress in solch einer Situation meisterhaft zu kontrollieren. Auch hier werden unsere Goldstücke das Spiel gewinnen. Ohne sich groß anstrengen zu müssen. Die beiden Elternteile setzen sich lieber gegenseitig außer Gefecht, als eine gekonnte, gemeinschaftliche Erziehungsmethode an den Tag zu legen.
Der vierte Fall: WIR, die Eltern – sind beide total relaxed! In diesem Fall, stehen WIR, ich und mein Mann, im Doppel auf der einen Hälfte des Platzes. Unsere Kinder ganz klein in weiter Ferne hinter dem Netz ziemlich genau an der hintersten Linie auf der anderen Seite. Und egal wie sie sich sportlich drehen und wenden oder gar versuchen raffiniert einen von uns beiden auszuspielen: WIR beherrschen den Platz. WIR sind das perfekte Doppel! Gemeinsam „Hü!“, gemeinsam „Hott!“ Keine Chance für das junge Gemüse!!! Spiel, Satz und SIEG!!!





