Familienverband zu Budgetabmilderungen: „Verantwortungslose Politik mit Taschenspielertricks!“
Für den Familienverband wird aus dem Budget-Murks mit den am Samstag, 27.11.2010 angekündigten minimalen kosmetischen Korrekturen auch kein großer Wurf mehr. „Zumal aus den Aussagen von Finanzminister Pröll auch klar wird, dass es zwar ein paar Abschleifungen gibt, gleichzeitig andere Leistungen des FLAFs gekürzt werden. Die Antwort welche genau, bleibt die Regierungsspitze ein weiteres Mal schuldig.“
Daher ändere sich für die Familien auch nichts an der Tatsache, dass in den nächsten Jahren cirka 1,4 Milliarden Euro auf ihrem Rücken eingespart werden müssen.
Landeshauptmann Dr. Herbert
Sausgruber hat gleich nach Bekanntgabe der Änderungen eine Klage vor dem
Verfassungsgerichtshof angekündigt, weil die Milderungen vor allem im
Familienbereich unzureichend seien.
Wieviel Seriosität der
Bundespolitik
zugebilligt werden kann, zeige auch der Selbstbehalt bei den Schulbüchern, den
Eltern zahlen müssen.
Prenn: „Es
brauchte sage und
schreibe 15 Jahre bis die Politik draufkam, dass die
Administration der Maßnahme mehr
kostet als sie bringt. Seit 1995 wurde den Familien insgesamt rund
150 Millionen Euro aus der Tasche gezogen, um damit den aufgeblasenen Verwaltungsapparat zu
finanzieren.“
Wenn Kanzler Faymann und
Finanzminister Pröll die Familien dauernd daran erinnern, „dass jeder einen Beitrag zur
Budgetsanierung“ zu leisten hat, dann
sei den Familien auch
die Frage erlaubt, wie
viel die beiden selbst und wie viel die Abgeordneten im
Nationalrat dazu beitragen.
„Diese Frage ist nicht
unverschämt, vielmehr dürfte die Antwort unverschämt sein“,
vermutet der Familienverbandsobmann.
Der Familienverband
wiederholt vor der Budgetrede am kommenden Dienstag die Rücknahme des
Budgetentwurfs, der in mehrfacher Hinsicht abzulehnen ist:
1. Aus
finanzieller Sicht, weil Eltern mit Kindern überproportional belastet
werden.
2. Aus gesellschaftspolitischer Sicht, weil Familienarbeit durch
das Kürzungsprogramm missachtet und abgewertet wird.
3. Aus
wirtschaftspolitischer Sicht, weil 400 Millionen Euro, die den Familien
vorenthalten werden, auch der Volkswirtschaft verloren
gehen.





