Familienverband: Modell „Familienbeihilfe neu“ - Mehrkindfamilien und Familien mit älteren Kindern dürfen nicht benachteiligt werden!
„Selbstverständlich ist jeder Vorschlag, der zu einer Vereinfachung und besseren Transparenz bei der Auszahlung von Familienleistungen führt, positiv. Aber Vereinfachung darf nicht bedeuten, dass Mehrkindfamilien und Eltern mit älteren Kindern zu den Verlierern zählen, wie es beim Modell der AK und der IV der Fall ist “, sagt der Obmann des Vorarlberger Familienverbandes, Mag. Andreas Prenn. Dieses Modell „Familienbeihilfe neu“ sieht vor, dass Geld- und Steuerleistungen zusammengeführt werden sollen. Dazu zählen Familienbeihilfe (inkl. Schulstartgeld), Kinderabsetzbetrag, Mehrkindzuschlag und Alleinerzieherabsetzbetrag (inkl. Kinderzuschläge). „Für uns ist es inakzeptabel, dass die Geschwister- und Altersstaffel bei der Familienbeihilfe neu wegfällt, da ein Pauschalbeitrag von 210 Euro pro Monat eindeutig Mehrkindfamilien benachteiligt“, so Prenn. „Wir müssen Mehrkindfamilien fördern und nicht schlechter stellen.“
Familien brauchen bessere steuerliche Entlastung!
Zählt man sämtliche Leistungen für Familien zusammen, belegt Österreich laut der im April 2011 veröffentlichten OECD-Studie über Familienleistungen ohnehin nur den bescheidenen 16. Platz. Besonders gering falle hierzulande die steuerliche Berücksichtigung von Familien aus. „Eine Abschaffung des Kinderfreibetrages und der steuerlichen Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten, wie von der AK und der IV nun vorgeschlagen, ist vollkommen inakzeptabel“, sagt Prenn. „Genau das Gegenteil muss der Fall sein. Familien müssen nach einem einfachen und treffsicheren Modell steuerlich weit mehr entlastet werden, als dies bisher der Fall ist.“
Valorisierung der Familienbeihilfe – Reform des FLAF
Familien sind durch die fehlende Valorisierung der Familienbeihilfe ohnehin stark benachteiligt. Die Familienbeihilfe für ein Kind wurde in 20 Jahren lediglich um 11 Euro erhöht. Die Inflationsrate betrug in diesem Zeitraum etwa 50 Prozent, das bedeutet insgesamt einen Wertverlust von 37 Prozent! „Gleichzeitig möchte ich die Politik an ihr Versprechen erinnern, den FLAF zu reformieren, denn nach wie vor werden aus diesem zweckwidrige Leistungen wie Schulbücher, Schulfreifahrten und Pensionszahlungen getätigt“, so Prenn.
Foto: Vorarlberger Familienverband
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Rückfragen:
Mag. Andreas Prenn, Obmann Vorarlberger Familienverband, T 0664/6255597, andreas.prenn@familie.or.at





