Familienverband: Familienpolitische Leistungen des letzten Jahrzehnts nicht dem Sparstift opfern

Die Familienpolitik hat im letzten Jahrzehnt die unbezahlbaren Leistungen der Familien für die Gesellschaft wenigstens in Ansätzen mit Kinderbetreuungsgeld oder 13. Familienbeihilfe anerkannt. Dieser Para­digmenwechsel darf nicht umgekehrt werden - gerade angesichts der guten Wirtschafts­zahlen: So müssen anstelle von Einsparungen im Familienbereich die Familiengelder regelmäßig valorisiert werden.

 

„Die Familienpolitik des letzten Jahrzehntes hat die unbezahlbaren Leistungen der Familien etwa im Bereich der Kinderbetreuung nicht nur anerkannt, sondern mit neuen Maßnahmen teilweise auch abgegolten", so der Vorarlberger Familienverband. Der 5. Familien­bericht zählt eine ganze Reihe von positiven Maßnahmen auf, die im vergangenen Jahrzehnt erreicht worden sind: Kinderbetreuungsgeld, steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuungs­kosten oder die Einführung der 13. Familienbeihilfe. Dies sei ein notwendiger Paradigmen­wechsel gewesen, der nicht durch Budgetkürzungen im Familienbereich gleich wieder umge­kehrt werden dürfe, so Mag. Andreas Prenn, Obmann des Vorarlberger Familienverbandes.


Der Familienverband warnt davor, dass die mühsam errungenen Leistungen des letzten Jahrzehntes für die Familien wieder zurückgenommen werden. Das Gegenteil ist gefragt. Denn: „Das Kinderbetreuungsgeld hat seit acht Jahren 18 Prozent des ursprünglichen Wertes verloren. Auch der Wertverlust bei der Familienbeihilfe bewegt sich, selbst wenn man die 13. Familienbeihilfe berücksichtigt, im zweistelligen Prozentbereich", kritisiert Prenn. „Die Regierung führt zwar gerne an, dass die Familien rund eine Milliarde Euro mehr an Geldmittel seit 2002 erhalten haben, sie vergisst dabei aber, dass die Leistungen an die Familien real an Wert verloren haben." Daher fordert der Familien­verband endlich die Valorisierung der Familiengelder, wie dies in so vielen anderen Bereichen bereits selbstverständlich ist.

Die Regierung hingegen hat ganz andere Pläne. „Wenn man im Familienressort insgesamt 1,5 Milliarden Euro bis 2014 einsparen will, dann zeigt sich das wahre Gesicht von Pröll, Faymann & Co.“, so Prenn. Auch mit Slogans wie „Geht es der Wirtschaft gut, geht es allen gut“ zeigt sich die Wertigkeit für die Politik.

Rein aus der derzeitigen Diskussion um die Jugendwohlfahrt müsste den Politikern schon klar werden, dass der Slogan „Geht es den Familien gut, geht es allen gut“ weit besser geeignet wäre.

 

Auch eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, welche die von den Familien erbrachten Leistungen ausweist, würde dies bestätigen. Aber genau diese fehle im Familien­bericht, der ganze 2732 Seiten stark ist. Der Obmann der größten und überparteilichen Familienorganisation Vorarlbergs wird nicht müde zu betonen, dass „die staatlichen Familiengelder letztlich nichts anders sind, als die materielle Abgeltung der umfangreichen Leistungen, die die Familien für die Gesellschaft erbringen".


Aufgrund des höheren Wirtschaftswachstum und den damit höheren Steuereinnahmen plädiert der Vorarlberger Familienverband daher dafür, dass geplante Kürzungen im Familienbereich zurück­genommen werden, „da der Familienbereich zentral für die Zukunft unserer Gesellschaft ist".

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Rückfragen:

Vorarlberger Familienverband, Obmann Mag. Andreas Prenn, T 0664/6255597, andreas.prenn@familie.or.at

 

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6900 Bregenz

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