„Junge Familien sind weniger wert als Banken und Pensionisten“

Als es um die Rettung der Banken ging, hatte der Staat sehr schnell 100 Milliarden zur Verfügung. Und auch bei den Pensionen ist alles klar – um mindestens 1,2 Prozent werden sie mit 1. Jänner 2011 erhöht. Kosten: 316 Millionen Euro. „Bei den Familien sieht die Sache derzeit leider anders aus“, kritisiert der Obmann Mag. Andreas Prenn die Sparpläne der Bundesregierung.
"Kinderbetreuungsgeld und Familienbeihilfe werden sicher nicht wertangepasst. Dagegen werden wir jetzt schon darauf vorbereitet, dass bei den Familien gespart werden muss. 235 Millionen EURO im nächsten Jahr, insgesamt 1,5 Milliarden EURO bis 2014", berfürchtet der Familienverbandsobmann. So stellte der Finanzminister Pröll (ÖVP) gestern in den Raum, dass die erst vor der Nationalratswahl 2008 eingeführte 13. Familienbeihilfe nur mehr im September 2010 ausbezahlt wird und dann gestrichen werden könnte. "Das war - wie befürchtet - mehr ein Wahlzuckerl und nicht eine Kompensation für die umfangreichen Preissteigerungen und eine Unterstützung für Familien zum Schulbeginn", so Prenn. " Das macht bei drei Kindern 378,60 Euro. Das ist ein Windel-Jahresbedarf oder Milch für ein halbes Jahr."

Als Familienvater schließt Prenn aus der aktuellen Diskussion:" Die Familien werden von der Bundespolitik zwar bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit leeren Worthülsen bauchgepinselt und gebeten tunlichst mehr Kinder in die Welt zu setzen. Aber nicht aufgrund der Familienfreundlichkeit der Bundespolitiker, sondern damit das Pensionssystem langfristig gesichert und das Wirschaftswachstum nicht gebremst wird.

Er schließt daraus auch, dass Banken und Pensionisten - vor allem mehr wert sind als Mamas und Papas mit kleinen Kindern.

Der Familienverband fordert für die Familienleistungen seit Jahrzehnten eine Inflationsanpassung - wie bei den Pensionen und:" Für die fehlenden Milliarden im Bundesbudget muss es kreativerer Lösungen geben, als einfach bei den Kleinsten zu sparen! Denn die Familien sichern mit ihren Kindern die Zukunftsfähigkeit des Landes!"

Übrigens mit dem 100-Milliarden Bankenpaket könnte die 13. Familienbeihilfe für 1,8 Millionen Kinder in Österreich mindestens 351 Jahre (!) lang ausbezahlt werden.

Rückfragen:
Mag. Andreas Prenn, Obmann Vorarlberger Familienverband
T 0664 62 555 97

Vorarlberger Familienverband

Bergmannstr. 14

6900 Bregenz

T +43 (0)5574 47671

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