okay. zusammen leben
Vorarlberg ist seit Jahrzehnten ein Land mit Zuwanderung. Es ist heute nach der Bundeshauptstadt Wien das österreichische Bundesland mit dem zweithöchsten Ausländeranteil. 13 % der Wohnbevölkerung haben einen ausländischen Pass. Rund 21 % der VolksschülerInnen in den 96 Gemeinden Vorarlbergs sind Kinder nicht-deutscher Muttersprache. In den Städten und größeren Gemeinden kann deren Anteil bis zu 40 % betragen. Diese Situation resultiert in erster Linie aus der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Vorarlberg wies bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts hohe Industrialisierungsraten auf. MigrantInnen leben in Vorarlberg nicht nur in den wenigen Städten, sondern – entsprechend der flächigen Verteilung der industriellen Produktionsstätten – verteilt über das ganze Land in zahlreichen (auch kleineren) Gemeinden und Städten. Integrationspolitisch gefordert sind daher nicht nur die Landesregierung und die 5 Städte des Landes, sondern auch viele Gemeinden.
Die
Einsicht, dass Zuwanderung und die damit verbundene Pluralisierung
unserer Gesellschaft keine Übergangsphänomene sind, sondern die
westlichen Industriegesellschaften noch über Jahrzehnte prägen werden,
erfordert auch eine neue Politik der Gestaltung der damit verbundenen
gesellschaftlichen Prozesse. Integration ist als eine
gesellschaftspolitische Querschnittsmaterie zu verstehen, die auf allen
Ebenen und in allen Subsystemen unserer Gesellschaft Bewusstsein,
Kompetenz und die Umsetzung von Maßnahmen erfordert. Eine solche Politik
zielt nicht mehr alleine auf die fremdenpolizeiliche Verwaltung der
Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft in einem Land, sondern auf
möglichst hohe soziale und politische Teilhabemöglichkeiten für alle
dauerhaft in einem Land lebenden Menschen. Eine solche Politik versteht
sich im Sinne der bestmöglichsten Nutzung des humanen Potentials einer
Gesellschaft und der nachhaltigen Sicherung ihres sozialen
Zusammenhalts.
In diesem Sinne versteht sich "okay. zusammen
leben" als Motor und Kurator einer "lernenden Region", die sich der
gesellschaftspolitischen Herausforderung von Migration und Integration
gestaltend stellt.
Ziele sind
die
Sensibilisierung der Vorarlberger Gesellschaft für die Bedeutung von
Migrations- und Integrationsfragen als zentrale Zukunftsthemen,
- Aufbau
und Führung eines Wissens- und Kompetenzortes zu diesem Themenkomplex,
- die
Entwicklung, Begleitung und Unterstützung von konkreten
Integrationsangeboten für MigrantInnen in Vorarlberg,
- die
Einbindung des Landes in den internationalen Erfahrungs- und
Wissensaustausch,
- die Vernetzung von Integrationsakteuren
und
- die Etablierung eines Erfahrungstransfers zwischen
EntscheidungsträgerInnen und Integrationsakteuren in Vorarlberg.
Programme, Projekte und Produkte der Projekstelle:
Internetportal www.okay-line.at für Integration in Vorarlberg
- Newsletter
okay-News (vierteljährlich), okay-Termine (monatlich)
- Integrationsfachberatung
für Integrationsakteure (Politik, Verwaltung, soziale Institutionen,
Migrantenorganisationen, Initiativen etc.)
- Vorträge und
publizistische Tätigkeit
- okay.zusammen lernen für die
Aktivierung und Stützung von Deutschsprach- und Orientierungskursen für
Migrantinnen in Vorarlbergs Kommunen
- gemeindeübergreifendes
Lernhilfe-Projekt
- Brückenbauerinnen: Migranten und
Migrantinnen im Einsatz für Integration (Dolmetscherinnen für die
Elternarbeit in den Kindergärten und Schulen)
- zuhören: Ein
theaterpädagogisches Projekt für Jugendliche zur Frage des
Zusammenlebens in einer Gesellschaft mit Differenz
- u. v. m.
Eine ausführliche Beschreibung der Programme, Projekte und Aktivitäten der Projektstelle finden sich auf www.okay-line.at / Modul Projektträger
Internes Team
Dr. Eva Grabherr (Geschäftsführung, Leitung der Programme)
eva.grabherr@okay-line.at
Dr. Simon Burtscher (Bildung und Integration, sozialwissenschaftliche Grundlagen)
simon.burtscher@okay-line.at
Elisabeth Strauß (Administration)
elisabeth.strauss@okay-line.at
Elizabet Hintner (Elternarbeit, Frauen, interkulturelle Beratung)
elizabet.hintner@okay-line.at
Dr. Johannes Inama (Internetportal, Newsletter)
joh.inama@okay-line.at
Entwicklungs- und Umsetzungspartner der Stelle
Büro "Difference. Gesellschaftsanalyse, Innovation, Integration" (Basel-Wien)
Die Projektstelle arbeitet in einem Netzwerk von
ExpertInnen aus Vorarlberg, Wien und Basel.
Die Broschüre gibt es auch in anderen Sprachen unter www.okay-line.at





